Spieglein, Spieglein an der Wand – Frauen und ihr anderes Ich

Was ist das bloß für ein Phänomen, gerade bei uns Frauen, das uns an manchen Tagen wirklich gefällt, was wir im Spiegel sehen und wir an manchen Tagen unser ganzes Selbstbewusstsein und unsere Ausstrahlung verlieren, nur weil wir glauben, wir würden heute irgendwie anders aussehen? Da erscheint ja die Überlegung, zu denken wie ein Mann, in einem ganz neuen Licht…

Ich schaue heute hinein, sehe mich und mir gefällt, was ich da sehe. Am nächsten Tag, das gleiche Spiel, das selbe Fazit: Ich sehe mich und alles ist in Ordnung. Doch dann, irgendwann, kommt der Tag, da blicke ich hinein und sehe jemand anderen. Ich gehe kurz weg, komme wieder, schaue wieder hinein und denke mir „das bin ich?“. Unmöglich, gestern war doch noch alles in Ordnung. Mir hat gefallen, was ich gesehen habe. Ja, ich habe das Bild vor mir sehr gerne und mit Stolz angesehen. Und heute? Ich sehe hinein – in den Spiegel – und bin urplötzlich so garnicht mehr zufrieden mit der Frau, die mich da ansieht. Alles sieht verändert aus.

Meine Haare gefallen mir nicht, meine Kleidung gefällt mir nicht, mein Körper gefällt mir nicht, ach machen wir es kurz und schmerzlos: Ich gefalle mir einfach nicht. Ein Unwohlsein bricht über mich herein und so wollte ich doch eigentlich heute aus dem Haus gehen, um ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Ich glaube das verschiebe ich liebe mal auf den nächsten Tag.

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Unsere Empfindsamkeit steht uns im Weg

Was ist das bloß für ein Phänomen, gerade bei uns Frauen, das uns an manchen Tagen wirklich gefällt, was wir im Spiegel sehen und wir an manchen Tagen unser ganzes Selbstbewusstsein und unsere Ausstrahlung verlieren, nur weil wir glauben, wir würden heute irgendwie anders aussehen? Warum stehen wir uns so oft selbst im Weg, wenn es darum geht uns einfach wohl zu fühlen, ganz gleich, ob wir uns heute anders wahrnehmen als gestern?

Mit großer Sicherheit spielt der Zyklus für uns Frauen eine besonders große Rolle, wenn es um unser persönliches Befinden geht. Aber mal ehrlich, dass Frauen empfindsamer sind und die Dinge des Lebens mit einer anderen Aufmerksamkeit betrachten als Männer ist ein gängiges Klischee und mag aber innerhalb der Wissenschaft fundierte Belege für diese Theorie mit sich bringen. Wenn ein Mann einen Porsche sieht, soll das, was ihm auffällt zu aller erst die Form des Autos sein, wo hingegen die Frau die meiste Beachtung zunächst der Farbe des Autos schenkt. Angeblich verarbeitet das Gehirn der Frau primär Kontraste und Kanten, wo hingegen der Mann Bewegungen in erster Linie wahrnimmt. Aha, Kontraste und Kanten… Kein Wunder also, dass wir Frauen beim Blick in den Spiegel so unglaublich empfindsam unser eigenes Spiegelbild betrachten, jeden noch so kleinsten Krater innerhalb unserer Hautpartikelchen entdecken und die kleinsten Wölbungen an unseren Körperregionen Gründe dafür sind, sich selbst nicht mehr wohlzufühlen.

Denken – manchmal lieber männlich

Das in solchen Momenten der von Männern allseits  geliebte Satz „Schatz, findest Du ich habe zugenommen?“ seinen Einsatz findet, ist ja wohl klar.

„Frauen erkunden visuell mehr und interessieren sich optisch für mehrere Details“, so berichtet eine Studie. Das kann wohl eine gute Eigenschaft des weiblichen Geschlechts sein, aber wenn es um das Thema Selbstwahrnehmung und Ausstrahlung geht, so glaube ich, würde ich in solchen Momenten mich lieber mit den Augen eines Mannes betrachten. Ich würde mir wahrhaftig Ärger mit mir selbst ersparen und mich selbst viel leichter einfach so nehmen wie ich bin?!

 

– Aus der persönlichen Kolumne Manchmal lieber Schokoladecupcake-297550_640-klein

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